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Schloss Geschichte

SCHLOSS TRATZBERG
RENAISSANCEJUWEL UNTER ÖSTERREICHS SCHLÖSSERN UND BURGEN

Schloss Tratzberg wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und diente als ehemalige Grenzfeste gegen Bayern. Kaiser Maximilian nutzte Tratzberg dazumal als Jagdschloss, jedoch wurde die ursprüngliche Wehrburg 1492 in Folge eines Brandes völlig zerstört.

Der Kaiser baute Tratzberg nicht wieder auf sondern tauschte die Ruine gegen ein Schloss der reichen Silberbergwerksbesitzer Tänzel. Diese errichteten im Jahre 1500 den ersten spätgotischen Teil des heutigen Schlosses Tratzberg in ungewöhnlich prunkvoller, verschwenderischer Weise und ließen es mit außerordentlich kunstvoll gestalteten Marmor-, Holz- und Eisenarbeiten ausstatten.

1554 erwarb der wohlhabende Augsburger Kaufmann Georg Ritter von Ilsung das Schloss, erweiterte und veränderte Tratzberg geprägt durch den Zeitgeist der Renaissance.

Im Erbgang wurde Tratzberg Besitz des bekannten und reichen Kaufmannsgeschlechts der Fugger, welche das Schloss weiter ausstatteten. Aus dieser Zeit stammt der prachtvoll bemalte Innenhof und größtenteils das bis heute noch erhaltene Inventar, ebenso wie erlesene Renaissancezimmer.

Es folgte nach mehreren Besitzerwechseln eine Zeit, in der Tratzberg fast 150 Jahre unbewohnt blieb. Durch Heirat des Franz Graf Enzenberg mit Ottilie Gräfin Tannenberg ging das mittlerweile fast verwahrloste Schloss im Jahre 1847 in den Besitz der Grafen Enzenberg über, deren privater Wohnsitz es bis heute blieb.

Bis zum heutigen Tage ist es nur dem großen Einsatz der Familie zu verdanken, dass das ca. 6800 qm große Tratzberg, mit seinem 5000 qm Schindeldach, wieder zum Inbegriff eines Tiroler Schlosses des 16. Jahrhunderts und damit zu einem der bedeutendsten Kunst- und Kulturdenkmälern des Landes wurde und der breiten Öffentlichkeit zur Besichtigung zugänglich ist.

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